Einmal Phantom, immer Phantom…

Unsere Eigengewächse, Teil I

Von: André Kröger

Die Wiesbaden Phantoms sind sehr stolz darauf einen Spielerstamm ihr Eigen zu nennen, den Sie selbst aufgebaut haben. Viele Spieler machten bei den Phantoms ihre ersten Schritte auf dem Football-Feld und sind ihrem Verein bis heute treu geblieben.
Diese Kontinuität bedeutet für jeden Trainer einen großen Vorteil, da diese Spieler viel Erfahrung und Ruhe in das Team bringen.

Wir stellen diese Spieler vor und sagen: DANKE, dass ihr ein Teil der Phamily seid.

Heute beginnen wir mit den „Eigengewächsen“ der DEFENSE

 

Adrian Kiernan (DB)

Adrian studiert an der European Business School und begann das Footballspielen im Alter von 8 Jahren in den USA. Zurück in Deutschland wollte er diesen Sport auch weiterhin ausüben und schloss sich 2004 der Flag-Jugend der Wiesbaden Phantoms an. Es war das Jahr in dem zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der Titel des Hessenmeisters gewonnen wurde. Nach dem Flag-Football spielte Adrian drei Jahre in der Jugendmannschaft und konnte auch hier gleich im erste Jahr mithelfen die Meisterschaft zu erringen. Ohne eine einzige Niederlage ging es in die GFL Juniors. In seiner Zeit als Jugendspieler wurde er auch in die Hessenauswahl berufen, wo er weitere wichtige Erfahrungen sammeln konnte.
Als Adrian Kiernan dann, altersbedingt, Spieler der ersten Mannschaft wurde war dies auch mit einem Positionswechsel verbunden. Fortan spielte er nicht mehr in der Offense sondern der Defense und setzte sich direkt als Starter durch. Erneut war der Wechsel von Kiernan verbunden mit einem sportlichen Erfolg. In seinem ersten Jahr als Herrenspieler gelang den Phantoms der Aufstieg in die GFL.
Sein Studium sorgte dann für einen vorübergehenden Auslandsaufenthalt in Mexiko. Auch dort hielt sich Adrian fit und spielte Football an seinem College, wo er einer der Team-Captains war und seine Mannschaft auch in einem Auswahlspiel vertreten durfte. Bis zu 12-mal pro Woche, Kraft- und Konditionstraining mitgerechnet, hatte er in dieser Zeit Training und kam in exzellenter Form wieder nach Deutschland zurück. Nach seiner Rückkehr kam für ihn nichts anderes in Frage als wieder bei den Phantoms zu spielen, wo er seinen Teil zum Wiederaufstieg beitragen möchte.
Zu seinen schönsten Erlebnissen mit den Phantoms gehören die Aufstiege in die GFL Juniors und die GFL, sowie die Zeit in der GFL.
Für Adrian ist das Besondere an den Phantoms die Jugendarbeit, in der durch eine sehr gute Ausbildung der Grundstein für den Erfolg der Spieler und des Vereins gelegt werden. Die Nachhaltigkeit mit der es jedes Jahr geschafft wird eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen, beeindruckt ihn jedoch am meisten.
Als persönliches Ziel nennt Adrian den Wieder–Aufstieg in die GFL und sagt: „Es wäre schön noch einmal mit Wiesbaden in die GFL aufzusteigen. Wie schwierig das ist, sollte aber nicht vergessen werden. Damals hat es auch erst nach mehreren Anläufen geklappt. Man muss hart dafür arbeiten, und vor allem als Mannschaft und als Verein an einem Strang ziehen. Und dann braucht man auch noch ein wenig Glück.“

Tim Reichert (LB)

Für Tim begann alles mit der NFL Europe und der einzig wahren Frankfurt Galaxy. Nachdem die Liga im Jahre 2007 aufgelöst wurde, kam er mit ein paar Freunden auf die Idee es mal in einem Verein zu versuchen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits einige Jahre „Street-Football“ gespielt. Zunächst startete er in der B-Jugend, bevor er dann bereits 2008 in das GFL-Juniors Team integriert wurde. Dort schaffte er es in seinem ersten Jahr in die Startformation und wurde von seinen Coaches zum „Defensive Rookie of the year“ gewählt. Für Tim Reichert zählt zu den Höhepunkten seiner jungen Karriere das Play-Off Spiel gegen die Berlin Adler im Jahr 2009, wo ein damals noch recht unbekannter Spieler namens Björn Werner spielte, der heute ein Profi in der NFL ist.
Für Tim gibt es zwei Merkmale, welche die Phantoms zu etwas ganz Besonderem machen: die Jugendarbeit und die Menschen, die im Hintergrund arbeiten und es den Spielern ermöglichen ihren Sport auszuüben. Diese beiden Faktoren machen den Unterschied zu anderen Football-Vereinen für Tim Reichert aus. Daher bleibt er, trotz Anfrage anderer Teams, ein Teil der Phamily.
Zum Team und dem „Phamily“-Gedanken sagt Tim: „Mit vielen Jungs spiele ich schon seit der Jugend zusammen, habe mit Ihnen Aufstiege gefeiert und Abstiege betrauert. Und wie in einer Ehe bleibt man in guten wie in schlechten Zeiten zusammen.“
Als besonderen Moment nennt Tim den Aufstieg in die GFL und die anschließenden drei Jahre in der höchsten deutschen Spielklasse. Seine persönlichen Ziele sind der Wieder-Aufstieg und die damit verbundene Chance auf die Deutsche Meisterschaft.

Oliver Gebhardt (DL)

Oliver „Olli“ Gebhardt kam durch einen Arbeitskollegen zu den Phantoms. Er machte eine Lehre mit Coach Alan Stark, der damals als Herrenspieler bei den Phantoms aktiv war. Olli hatte zwar, wie er sagt „bis dato keinen wirklichen Plan vom Football“, aber er wollte es gerne mal ausprobieren und ist sowohl dem Sport, als auch den Phantoms, bis heute treu geblieben.
Grund hierfür sind vor allem die Tugenden, wie zum Beispiel Loyalität und Treue, die ihn so viel weitergebracht haben, spielerisch und menschlich, dass er dem Verein etwas zurückgeben möchte.
Daher trainiert er seit mittlerweile acht Jahren auch den Nachwuchs in den Jugendmannschaften der Phantoms und ist dadurch ein Garant für Kontinuität. Für ihn ist das Besondere an den Phantoms, dass in allen Teams versucht wird, das Familiäre zu leben. Und auch die Jugendarbeit ist etwas ganz besonderes in seinen Augen. Mittlerweile ist Olli Gebhardt seit zwei Jahren auch als Trainer in der Jugendhessenauswahl dabei.
Zu seinen persönlichen Highlights zählt er den Sieg bei der Jugend-Europameisterschaft 2008 und diverse Meisterschaften. Als absolutes Vereinshighlight nennt aber auch er die Aufstiege in die GFL-Juniors und in die GFL, sowie als Ziel den Wieder-Aufstieg in die GFL und sagt: „Das ist natürlich ein sehr anstrengender und harter Weg bis dahin. Wenn man sich aber mit seiner Mannschaft über ein Jahr vorbereitet und dann mit dem Aufstieg krönen darf, hat das schon einen ganz besonderen Flair.“
Ein Traum den er sich gerne irgendwann erfüllen würde wäre es als Trainer in der Junioren Nationalmannschaft aktiv sein zu können und sagt dazu abschließend: „Mal sehen wohin der Weg einen führt.“

Thomas Mansour (DL)

Thomas ist Industriemechaniker und lernte Football bereits in der Schule durch eine Flag-Football AG kennen. Der damalige Phantoms Quarterback Frank Grimm leitete diese AG und für Thomas war sofort klar, dass er diesen Sport ausüben will. Die Phantoms sind für ihn wie eine „Phamily“. „Es ist ein Verein in dem man sich kennt, nicht wie in manch anderen Mannschaften“, sagt Mansour.
Für ihn gab es zwei besondere Momente. Sein eroberter Fumble gegen Darmstadt in der letzten Saison, den er zum Touchdown trug und „Das Wunder von Wiesbaden“ im Jahre 2012 im heimischen Stadion gegen Stuttgart. Damals waren im vierten Spielviertel noch zwei Sekunden auf der Uhr und es drohte eine Verlängerung. Der Spielstand war 15:15 ausgeglichen und Thomas konnte einen Fumble herbeiführen, den Milan Misic eroberte und zum Touchdown in die Endzone trug. Gerne erinnert er sich an diesen Moment zurück und sagt: „Das beste Gefühl das ich je hatte... Man muss sich nur das Video dazu ansehen.“
Thomas Mansour möchte gerne dazu beitragen, dass die Phantoms wieder in die GFL aufsteigen, um dann dort mitzuspielen.
Für ihn steht fest, dass er bei den Phantoms bleiben wird. „Ich habe in Wiesbaden angefangen und werde hier auch aufhören mit Football.“ Und fährt fort: „Es kommt keine andere Mannschaft in Frage! Einmal Phantom, immer Phantom!“

 

In Kürze geht es weiter mit Teil II, den „Eigengewächsen“ der Offense.

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