Phantoms Inside: Interview mit U19-Defensive-Coordinator Markus Krugmeister

„Wiesbaden muss sich hinter niemandem verstecken“

Von: Interview: Michael Wiegand

Warum der Wechsel von Mainz nach Wiesbaden?

In Mainz lief es prima, wie der zweite Platz in der Regionalliga belegt hat. Trotzdem empfinde ich es als sehr reizvoll, ein so starkes und mit so viel Tradition verbundenes U19-Jugendprogramm wie das der Wiesbaden Phantoms als Coordinator begleiten zu dürfen. Zudem habe ich bereits sieben Jahre als Coach in Wiesbaden verbracht, ich kenne den Verein daher recht gut und habe in dieser Zeit natürlich auch viele Freundschaften geknüpft.

Welche Aufgaben wirst Du als DC der Phantoms-U19 übernehmen?

Zu meinen Aufgaben gehört es, den Head Coach und meine Positioncoaches in ihrer Arbeit zu unterstützen. Es geht darum, Trainingspläne zu erstellen und umzusetzen, insbesondere auch in Zusammenarbeit mit Dennis Eckstein, dem Offensive Coordinator. Während der gesamten Vorbereitung und der Saison wird Videoanalyse betrieben. Umso näher die Saison rückt, gilt es dann auch Scout-Spielzüge zu erstellen, um gegnerische Teams zu simulieren. Während der Spiele gehört es zu meinen Aufgaben, die hoffentlich richtigen Spielzüge für die Verteidigung anzusagen.

Was kannst Du bei den Phantoms einbringen, um sie voranzubringen?

In den Jahren, die ich mittlerweile im Football verbracht habe, als Trainer sind es mittlerweile 14 Jahre, konnte ich auf ganz verschiedenen Ebenen unheimlich viele Aspekte und Eindrücke sammeln. Sei es im Jugend- oder Herrenbereich, auf Vereins- oder Auswahlebene oder der Trainerausbildung. Diese möchte ich gerne bei den Phantoms in der U19 einbringen. Insbesondere ist es mir auch persönlich wichtig, dass alle Beteiligten Spaß an der gemeinsamen Sache haben, damit sich die investierte Zeit auch unabhängig von Spielergebnissen lohnt.

Welche Ziele hast Du Dir gesetzt?

Ziele kann man ganz gut in kurz-, mittel- und langfristig unterteilen. Als kurz- und mittelfristig sehe ich meine oben genannten Aufgaben an. Zudem möchte ich gerne Spieler, junge angehende Männer, dazu bringen, Verantwortung zu übernehmen. Auf dem Footballfeld, aber auch abseits davon im Bereich Schule, Familie, Ausbildung oder Beruf. Wer es schafft, sich seine Zeit gut einzuteilen, sollte all dies gut unter einen Hut bekommen. Soziales spielt in einer so großen Gruppe wie einer Footballmannschaft eine wichtige Rolle. Nicht umsonst, auch dank der sozialen Kompetenz, haben es in den vergangenen Jahren viele Phantoms-Nachwuchstalente in die Jugendauswahl Hessen oder sogar die Nationalmannschaft geschafft.

Nachdem die Phantoms nun zweimal erst im Halbfinale gestoppt wurden... was ist nötig, um den nächsten Schritt zu machen?

Zu den sportlichen Zielen… es sollte bei dem Unterbau, den die Phantoms-Jugend bietet, bei der U19 immer um das Erreichen der Play-offs gehen.  Spätestens ab da plant und spielt man immer nur den nächsten Gegner. Alles fokussiert sich nur darauf. Schwierig ist es natürlich, wenn man gleich im Viertelfinale einen richtigen Brocken bekommt, dann können die Play-offs schnell vorbei sein. Dann geht es nach der großen Anspannung auch darum, die Spieler wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen. Was es auf jeden Fall braucht, um im Bereich Play-offs weiter zu kommen, ist ein in allen Bereichen perfektes Spiel. Das bedeutet Offense, Defense, Special Teams und die Bereiche Strafen und Ballverluste müssen möglichst fehlerfrei sein.

Was ist Deiner Meinung nach der Grund für die Überlegenheit der West-Gruppe in der GFL-J?

In Nordrhein-Westfalen gibt es enorm große Ballungsgebiete mit sehr vielen traditionsreichen Footballteams. Städte wie Köln oder Düsseldorf haben in der Vergangenheit vorgemacht, wie man erfolgreiche Jugendarbeit vorantreibt. Aber Wiesbaden muss sich hier hinter niemandem verstecken und der 19:0-Sieg im Viertelfinale gegen Dresden war wirklich beeindruckend.

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