Footballverband plant Saisonstart im September

Wiesbaden Phantoms stehen vor Herkules-Aufgabe

Von: Michael Wiegand

„Football-Deutschland soll ab September spielen“, meldet der Bundesverband AFVD. Für die Lizenzligen des Verbandes, zu denen auch die GFL2 und GFL-J gehören, in der die Wiesbaden Phantoms antreten, sollen neue Spielpläne mit angepassten Gruppeneinteilungen erstellt werden.

Die Vertreter der Teams aller Ligen hätten gemeinsame Eckpunkte vorgeschlagen. „Der Vorschlag sieht vor, eine Saison bis November zu planen.“ Absteiger werde es keine geben. Die Meister der GFL2 könnten für 2021 jedoch wählen, ob sie einen Aufstieg wahrnehmen wollen. Carsten Dalkowski, Sprecher der GFL und Mitglied im AFVD-Gesamtvorstand: „Vereine und Ligen, insbesondere die GFL, werden alles daransetzen, dass die Spielerinnen und Spieler, die spielen wollen, dies dieses Jahr auch können.“ 

Clubs und Liga verfolgten das Ziel, den Aktiven die Perspektive zu eröffnen, 2020 „in Deutschland auf höchstmöglichen Niveau Football für ihre Fans spielen zu können. Verband, Liga und die Vereine arbeiten nun an der Umsetzung“. Eine wichtige Rolle spiele dabei die Medizinische Kommission des AFVD. „Der Infektionsschutz aller Beteiligten hat in jedem Fall Vorrang.“

Die Politik habe für den Sport zwei wichtige Eckpunkte festgelegt, so die Verantwortlichen des AFVD: „Zum einen dürfen Sportarten, für die Hygiene- und Schutzkonzepte entsprechend der DOSB-Standards vorgelegt wurden, wieder trainiert werden. Der AFVD hat solche Konzepte für American Football und Cheerleading vorgelegt, eingeschränktes Training von Football-Mannschaften wird dadurch wieder ermöglicht. Zum anderen könnten Großveranstaltungen ab September wieder möglich sein.“

Vorstand Christian Freund von den Wiesbaden Phantoms: „Wir arbeiten intern an einem solchen Hygiene- und Schutzkonzept für die Spieler und Coaches zur Aufnahme des Trainingsbetriebs.“ Die Stadt Wiesbaden plant im Lauf der nächsten Woche die städtischen Sportplätze zu öffnen. „Wann steht aktuell nicht fest“, so Freund weiter. „Wir hoffen, zeitnah mit dem Training in Kleingruppen beginnen zu können.“

Wie und ab welcher Uhrzeit die Phantoms ihre Heimspiele – „Camp Lindsey“ verfügt über keine Flutlichtanlage – austragen werden, soll zeitnah mit allen Verantwortlichen geklärt und möglichst frühzeitig vor Beginn der Saison angekündigt werden. „Fest steht: Die Vorbereitungen auf die Ausnahmesaison 2020 stellt für uns und Football-Deutschland eine Herkules-Aufgabe dar“, heißt es aus Reihen der Phantoms-Führung.

Ob auch U13 und U16 einen Spielbetrieb bekommen, hat der hessische Verband noch nicht entschieden. Die deutsche Meisterschaft für die Cheerleader ist aktuell im September geplant.

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