Viermal pro Woche im „Räumchen“

Interview mit Phantoms-Lineman Samuel Nana Ntim

Von: Michael Wiegand

Freust Du Dich auf die Saison 2018?

Ja, sehr sogar! Nach der langen und anstrengenden Off-season ist die Freude auf den Season Opener immer am größten. Man zählt regelrecht die Monate, Wochen und Tage, bis es endlich losgeht. Also ja, die Freude ist immer groß.

Was kann man als Spieler Positives aus dem Trainerwechsel ziehen?

Für mich als einer der „Alten“ im Kader ist es, glaube ich, schwieriger als für die jungen, neuen Spieler sich an etwas Neues zu gewöhnen, denn immerhin war Patrick Griesheimer von den 17 Jahren, die ich jetzt Football spiele, fast 13 Jahre lang mein Coach und das ist nicht so einfach, aus dem System zu kriegen, wenn man sich an bestimmte Abläufe gewöhnt hat. Das Gute ist: Es handelt sich immer noch um Football und jeder kann jetzt neu anfangen ohne Altlasten und dem neuen Coach zeigen, was er d‘rauf hat und sich vielleicht sogar einen Starting Job erarbeiten.

Das Trainergespann ist sehr jung geblieben und die Mannschaft wird durch ehemalige U19-Spieler und Landesligaakteure ebenfalls als sehr junges Team antreten. Ist das ein Vorteil?

Das kann Vor- und Nachteile haben. Für das Team und den Coaching Staff ist es wahrscheinlich gut, wenn es relativ jung ist. So kann man mehr lernen und lehren und muss nicht versuchen, krampfhaft ältere Spieler umzukrempeln oder ihnen eine Philosophie aufzubinden. Ich stamme ja auch aus dem System der Phantoms-Jugend mit Übergang in die erste Mannschaft und finde, dass das auch so weiter gehen muss, dass Jugendspielern der Übergang in die Herrenmannschaft einfach gemacht wird und sie von vornherein in den Jugendteams dahingehend gefördert werden. Auf dem Feld kann es dann wiederum ein Nachteil sein, ein relativ junges Team zu haben, weil dort die Abgebrühtheit und Erfahrung, die man durch jahrelanges Spielen einfach mitnimmt, noch fehlt. Das eine oder andere Spiel  könnte dadurch entschieden werden. Wer cooler und routinierter in bestimmten Situationen bleibt, gewinnt. Nach der Saison kann ich die Frage besser beantworten.

Wie bereitest Du Dich persönlich auf die Saison vor?

Seit ungefähr drei oder vier Jahren, nachdem Özkan Ergün mich sozusagen dazu „gedrängt“ hat, im Winter etwas mehr zu machen, um einfach schneller und stärker zu werden, gehe ich  viermal pro Woche ins „Räumchen“, unseren vereinseigenen Kraftraum), und einmal pro Woche ins Boxtraining. Hin und wieder kann man mich auch beim Fußball oder Paintball spielen erwischen mit meinen Jungs. Ich versuche eben, so oft wie möglich aktiv zu bleiben, um nicht in ein Loch zu fallen. Ich kann ja nicht nur während der Saison aktiv sein!

Was hast Du Dir für 2018 vorgenommen?

Für die Saison 2018 habe ich mir vorgenommen, neben dem Platz ein guter Teamkollege zu sein, zuverlässig und ehrlich gegenüber meinen Mitspielern und  auf dem Platz will ich so oft es geht Unruhe im Backfield des Gegners vertreiben. Sacks, Tackles, Forced Fumbles. Und ich möchte natürlich gewinnen. . . so oft es geht!

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