Der lange Phantoms Footballsamstag

Vier Spiele - zwei Auswärts, zwei zu Hause stehen an

Von: Phantoms Verein

Es wird ein langer Footballtag für die Wiesbaden Phantoms am kommenden Samstag. Vier Mannschaften bestreiten ihre Ligaspiele. Spannung ist bei allen Spielen garantiert. Zwei Mal zu Hause und zwei Mal auswärts treten unsere Protagonisten an.

Den Start macht die U19 Jugendbundesligamannschaft mit dem "Hauptstadt Duell". Wiesbaden trifft auf Mainz und es geht um nichts geringeres als die Tabellenführung nach der Hinrunde in der GFL Juniors. Beide Teams sind ungeschlagen und ein einziger positiver Punkt (146 Wiesbaden zu 145 Mainz)  trennt die Mannschaften von Christian Freund (Phantoms) und Jörg Seyss (Mainz) in der Tabelle. Spielbeginn auf der Bezirkssportanlage in Mainz-Mombach ist bereits um 10:30 Uhr.

Um 14:00 Uhr läuft dann die bis jetzt ebenfalls Verlustpunktfreie U16 von Jonny Ihl zum ersten Heimspiel im Europaviertel ein. Gegner in einem Interconferecespiel ist die Frankfurt Universe. Das Hinspiel Ende April gewannen die Phantoms mit 40:0. Allerdings muss man auf einige Leistungsträger verzichten.

Drei Stunden später um 17:00 Uhr ist die zweite Mannschaft der Phantoms von Reinhold Pradt Gastgeber für die Bad Homburg Sentinals. Hier treffen die aktuell beiden besten Defense Reihen der Landesliga Mitte aufeinander. Beide Teams haben in ihren ersten Spielen jeweils nur einen Touchdown des Gegners zugelassen. Bad Homburg konnte allerdings die Koblenz Red Knight vor Wochenfrist mit 59:0 besiegen, unsere Phantoms kamen in Koblenz nicht über ein 6:6 unentschieden hinaus. Für Spannung ist also gesorgt, auch weil sich mit Ben Wagner und Leo Udasco zwei Spieler gegenüberstehen werden die 2015 als Running Backs für die Phantoms Juniors auf Punktejagd gingen.

Ebenfalls um 17:00 Uhr treten die Mannen von Patrick Griesheimer in Nürnberg an. Beim Blick auf die aktuelle Tabelle der GFL2 fällt den Phans natürlich auf, dass die Phantoms nicht ansatzweise dort stehen, wo sie stehen könnten. Rang sieben - nach dem Rückzug der Rhein-Neckar-Bandits aus der GFL2 in diesem Jahr der letzte (!) Platz - ist das Gegenteil von dem, was man sich als Anhänger des Griesheimer-Teams wünscht.

0:4 nach Niederlagen gegen Albershausen und Gießen und magere 41 Offensivpunkte stehen für die Phantoms zu Buche. Zeit für Zählbares! Doch ausgerechnet jetzt muss das Team zu den Nürnberg Rams, die mit 4:0 Punkten und überragenden 117 eigenen Zählern - zum Vergleich: Albershausen erzielte 114 Punkte in vier Spielen und Fürstenfeldbruck 111 in drei Vergleichen - die Tabelle anführen und Titelkandidat Nummer eins geworden sind.

Auf dem Papier eine klare Sache und in den sozialen Medien sehen sich einige Rams bereits vor einem 50:0-Triumph über Wiesbaden. Phantoms Head-Coach Patrick Griesheimer gibt allerdings zu bedenken, dass die Rams bisher weder gegen die besten Defenses der Liga spielten, noch ihre eigene Defense überragend sei. 74 Punkte mussten die Franken in zwei Spielen hinnehmen, davon alleine 34 beim 55:34 Sieg in Kirchdorf.

Er reise als Offensive Coordinator entsprechend zuversichtlich nach Nürnberg, so Head Coach Griesheimer. Die Abwehr von Defensive Coordinator Primo Lursini habe zudem das Potenzial, die Angriffe der Rams zu stoppen. Sein Gegenüber Salimir Mehanovic scheint jedoch ebenfalls um Stärken und Schwächen seines Teams zu wissen. Der 55:34-Sieg am Kirchheimer Inn, das wohl unbeliebteste AUswärtsspiel in einer GFL2-Süd-Saison für die meisten Teams, ließ die Liga bereits aufhorchen und auch das 62:40 mit einer 56:26-Führung zu Beginn des vierten Quarters gegen die Razobracks aus Fürstenfeldbruck ist mehr als beeindruckend.

559 Yards überbrückte die Nürnberger Offense pro Spiel, Wiesbaden lediglich 281,5. 17 Touchdowns stehen fünf gegenüber, während Wiesbadens Defense mit 320 zugelassenen Yards besser steht als die Rams (345 Yards). Nürnberg setzt mit dem Ball auf Pässe, durch die 351 Yards erzielt wurden. 208 Yards legten die Rams am Boden zurück. Die Running Backs Johannes Fleischmann (94,5 Yards pro Spiel) und Lars Kozlowski (68 Yards) tauchen hier in den Top Ten der Liga auf. Phantom Jannis Fiedler ist mit durchschnittlich 83,5 Yards Siebter.

Nürnbergs englischer Quarterback James Slackbringt bringt rund 55 Prozent seiner Pässe an den Mann und sein Go-to-Guy ist dabei Dauerbrenner Florian Rabe mit durchschnittlich drei Touchdowns und 18 Punkten pro Spiel. 15 Catches, 13,7 Yards Raumgewinn pro Catch, sechs Touchdowns und 206 Yards sind Rabes bisherige Bilanz. Nummer 81 ist immer eine gute Anspielstation, auf die auch im Backfield stets geachtet werden muss.

Es wird entsprechend schwer in Nürnberg zu punkten. Wenn es nach einigen Rams-Spielern geht, wäre alles andere als ein überragender Sieg der Gastgeber ein "Wunder von Nürnberg". Aber warum nicht?

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