Dreimal Eins gegen Zwei

Phantoms bestreiten am Wochenende ausschließlich Spitzenspiele

Von: Michael Wiegand

Drei Teams der Wiesbaden Phantoms sind im Einsatz, alle drei Male könnte es um Platz eins in der jeweiligen Tabelle gehen: Das GFL2-Team von Head Coach Andy McMillan empfängt am Samstag, 26. Mai, ab 17 Uhr als Tabellenzweiter den ungeschlagenen Spitzenreiter Ravensburg Razorbacks, nachdem die U16 mit ihrem Head Coach Jonny Ihl zuvor ab 14 Uhr an gleicher Stelle als Ligaprimus den Verfolger Frankfurt Universe zu Gast in „Camp Lindsey“, Willy-Brandt-Allee 17, 65197 Wiesbaden, hat. Die U19 von Head Coach Christian Freund gibt ihre Visitenkarte einen Tag später um 12 Uhr beim Tabellenzweiten Darmstadt Diamonds ab.

Dreimal könnte es um Platz eins gehen. „Könnte“, da zumindest das GFL2-Team gegen Ravensburg krasser Außenseiter ist. Nach einem 3:0-Lauf zum Saisonstart musste Wiesbaden vor zwei Wochen im Saarland bei den mittlerweile auf Rang vier (!) abgerutschten, selbsternannten und von den meisten Experten als Aufstiegskandidat gehandelten Hurricanes mit 7:24 kapitulieren, ist aber nach wie vor weit oberhalb des Solls. Ziel müsse der Klassenerhalt bleiben, heißt es aus dem Team, das sich aber auch gegen die ungeschlagenen Kampfschweine aus Ravensburg Chancen ausrechnet. Dann aber müssten die zahlreichen Fehler, die im Saarland gemacht wurden, abgestellt werden.

Die Razorbacks weisen aktuell 6:0 Punkte auf. Sie starteten mit einem knappen 24:21 gegen die Straubing Spiders in die Saison, schlugen die Albershausen Crusaders danach eindrucksvoll mit 62:28 zurück und erwischten auf die Rams in Nürnberg beim 49:29 kalt. Interessant: Im zweiten Heimspiel gegen die Crusaders wurden die 62 Punkte in nur knapp drei (!) Quartern erzielt. Danach wurde das Spiel, das mit einem 14:14 im ersten Viertel startete und mit unfassbaren 42:14 Punkten im zweiten Quarter fortgesetzt wurde, wegen Gewitters abgebrochen. Die Razorbacks dürften also scharf darauf sein, ihren Sturmlauf fortzusetzen…

Die U19 der Phantoms führt die GFL-J Mitte unterdessen mit 9:1 Punkten vor den Darmstadt Diamonds (8:2 Punkte) an. Der Stachel des Minuspunktes am zweiten Tag beim Tabellenletzten Hanau Hornets (1:11 Punkte) sollte ausreichen, um gegen die Verfolger am Sonntagmittag, 12 Uhr, in Darmstadt entsprechend motiviert anzutreten, zumal der Vorsprung auf Platz zwei dann auf drei Zähler wachsen würde, weist der Tabellendritte Saarland doch bereits vier Minuspunkte auf.

Im Hinspiel in Wiesbaden taten sich die Halbfinalisten aus dem Vorjahr sehr schwer und gewannen am Ende nur knapp mit 13:12. Dem blamablen 14:14 in Hanau ließen die Freund-Schützlinge danach aber deutliche 44:6- und 41:0 Siege gegen die Hurricanes und Mainz Golden Eagles folgen. Vor zwei Wochen traten die Gießen Golden Dragons nicht zum Spiel gegen die Wiesbadener U19 an. Darmstadt kam nach der knappen Niederlage im „Camp“ zu klaren Erfolgen über die Hurricanes, in Gießen und zuletzt zu einem 41:6 in Mainz. Ein kleines Tief durchlebten die Diamanten zuvor beim knappen 23:16 gegen Hanau.

Hochinteressant für die Wiesbadener Phans, die am Samstag das GFL2-Spiel anschauen möchten, ist auch der U16-Vergleich mit Frankfurt Universe. Um 14 Uhr empfangen die Talente von Head Coach Jonny Ihl den Tabellenzweiten aus der Mainmetropole, der 2017 die zweijährige Siegesserie der Wiesbadener unterbracht und nun härtester Verfolger der Phantoms ist, die mit 8:0 Punkte vor Universe (8:2 Punkte) und den Frankfurt Pirates (2:2) die Tabelle der höchsten hessischen U16-Liga anführen.

170:40 Punkte aus vier Spielen – die Pirates traten zum Saisonauftakt nicht an – sprechen ebenso wie der 37:16-Hinspielsieg gegen Frankfurt klar für die Phantoms-U16, doch Ihl warnt davor, das Spiel schon mit einem „W“ zu versehen. „Es fängt immer bei 0:0 an.“ Universe gewann ebenso wie die Phantoms gegen Bad Homburg, gegen die nicht angetretenen Pirates kampflos und mit 20:0-Wertung, schlug die Hurricanes 22:18 und nochmals die Sentinels mit 22:0.

Ein Wiesbadener Sieg wäre die halbe Miete zur Meisterschaft in der Regionalliga Mitte, denn es ist nicht anzunehmen, dass die Pirates ihre beiden ausgefallenen und noch nicht gewerteten Spiele nachholen und beide gewinnen und auch die Hurricanes dürften mit aktuell nur 2:6 Punkten nicht mehr ins Titelrennen eingreifen können.

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