Auswärtssieg in Straubing

14:0-Comeback im vierten Quarter führt zum 42:37-Erfolg

Von: Michael Wiegand

(c) Clemens Maas

Die Wiesbaden Phantoms haben dank einer eindrucksvollen Aufholjagd nach einem langen und bis zu zehn Punkte hohen Rückstands mit 42:37 in Straubing gegen die Spiders gewonnen. Mit 2:0 Siegen ist das Team von Head Coach Andy McMillan damit optimal in die Saison gestartet und kann nun am Samstag, 5. Mai, ab 17 Uhr mit hoch erhobenem Kopf die Gießen Golden Dragons im „Camp“ in der Willy-Brandt-Allee 17 empfangen.

Cordarious Mann brachte die Phantoms in Führung. Das 6:0 erhöhte Kicker Peter Müller um einen Punkt, aber die Spiders bissen zurück: Das 7:7 ließ nicht lange auf sich warten, doch auch die Phantoms punkteten direkt wieder. Das 14:7 brachten erneut Mann und Müller auf die Anzeigetafel der Gastgeber.

Es folgte der erste Seitenwechsel und die Spiders konterten mit einem Field Goal und nach einem punktlosen Drive ihrer Gäste mit Touchdown und PAT zur 17:14- Führung.

Die Führung sollten die Bayern lange nicht abgeben, denn auch den nächsten Score verbuchten die Spiders: Aus dem 14:7 der Phantoms war plötzlich ein 14:24 geworden, das die in Hochform befindlichen Mann und Müller zwar mit Touchdown und Extrapunkt etwas angenehmer zum 21:24  gestalteten, aber nicht direkt ausgleichen konnten.

Im Gegenzug erreichten die Straubing Spiders zum vierten Mal die Endzone der Phantoms und erhöhten durch den PAT auf 31:21. Für den erneuten Konter suchte Phantoms-Quarterback Niklas Woelbert seinen Receiver A.J. Springer, der das 27:31 für sein Team auf die Anzeigetafel brachte, und Peter Müller traf den Extrapunkt ein viertes Mal.

Mit 31:28 ging es in die Pause, in der die Wiesbadener Coaches offensichtlich etwas an der Defense feilten, denn die Phantoms ließen im zweiten Teil des GFL2-Vergleichs nur noch sechs Punkte zu.

Doch auch die Spiders hatten einige Dinge erfolgreich geändert, kamen die Phantoms doch „nur“ noch zwei Mal in deren Endzone. Das aber genügte…

37:28 stand es früh im dritten Quarter und die Phantoms erreichten weder Endzone noch eine Entfernung, die sie zu einem Field-Goal-Versuch befähigt hätte. So wurden ein weiteres Mal die Seiten getauscht und die Phantoms bewiesen bei neun Punkten Rückstand gleichermaßen Mut wie Nervenstärke: Finn Burschyk fing einen Woelbert-Pass zum 34:37 und spätestens Peter Müllers fünfter PAT dürfte die Spiders und ihre Fans nervös gemacht haben, brachte er die Phantoms doch in die Lage, das Spiel mit einem Field Goal zu drehen.

Doch die Phantoms marschierten nochmals komplett über das Feld: Manns vierter Touchdown machte das Comeback der Wiesbadener perfekt: 41:37 und Müller erhöhte auf 42 Punkte für sein Team.

3:42 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt noch zu spielen und die Spiders erhielten einmal mehr den Ball. Bei der Two-minute-warning standen die Spiders jedoch 40 Yards von einem neuen first down entfernt und die Offense der Phantoms kam zurück auf das Feld. Souverän wurden danach noch 1:49 Minuten von der Uhr gespielt und das zweite „W“ für einen Sieg stand plötzlich deutlich früher in der Saison für Wiesbaden zu Buche als selbst die größten Optimisten durch eine navy-goldene Brille gedacht hätten…

„Das war die ultimative Teamleistung, dieses Comeback zu schaffen“, freute sich Quarterback Niklas Woelbert nach dem Spiel und Runningbacks Coach Thomas Schreiber untermauerte Woelberts Aussage mit einem euphorischen „Es war wirklich das Team, das gewonnen hat! Ich bin sehr stolz auf die Jungs… und Finn… wenn der Bub aus Offenbach seinen ersten GFL2-Touchdown macht, freut das besonders… “

2:0 stehen die Phantoms nun. Ein fantastischer Start in die GFL2-Saison 2018, aber noch lange nicht genug, um das ausgegebene Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen. So hoffen die Phantoms am 5. Mai ab 17 Uhr in ihrem „Camp Lindsey“ im Europaviertel auf genauso begeisternde Stimmung von der Tribüne und der Sideline wie zum Saisonauftakt, als sensationell die Albershausen Crusaders geschlagen wurden. Warum sollten die Phantoms-Anhänger ihr Team auch nicht lautstark unterstützen? Bisher versteht es das McMillan Team immerhin sehr eindrucksvoll, seine Zuschauer mit sehenswertem Football mitzureißen!

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