Vorsicht vor dem Spinnenbiss

Wiesbaden Phantoms gastieren in der GFL2 am Sonntag in Straubing

Von: Michael Wiegand

Wäre die GFL2-Saison zum jetzigen Zeitpunkt zu Ende, würden Verantwortliche, Coaches und Spieler der Wiesbaden Phantoms sicherlich jubeln und die Sektkorken knallen lassen: Nach dem überraschenden 39:26-Sieg über die Albershausen Crusaders rangiert das Team von Head Coach Andy McMillan immerhin hinter GFL-Absteiger und Aufstiegsfavorit Saarland Hurricanes auf Platz zwei der GFL2 Süd.

Dass sich an der aktuellen Rangliste – Dritter sind die Ravensburg Razorbacks nach einem 24:21 gegen die Straubing Spiders, während weder die Gießen Golden Dragons noch die Nürnberg Rams am ersten Spieltag ins Geschehen eingriffen – noch viel ändern wird, steht zweifelsohne fest und auch nach dem Erfolg über die ehrgeizigen Crusaders bleibt das Saisonziel der Phantoms „nur“ der Klassenerhalt. Dabei soll der eine oder andere große Favorit um einen vorderen Platz dennoch geärgert und wenn es nach Wunsch von Vorstand Armin Eberhard geht, die Konkurrenz um den Ligaverbleib möglichst schnell hinter sich gelassen werden.

Eine Chance dazu, sich von der Abstiegszone schon früh ein wenig abzusetzen, haben die Phantoms bereits am Sonntag, 29. April, in Straubing. „Das Gefühl innerhalb des Teams am Samstag war großartig! Darauf wollen wir aufbauen und in Straubing den nächsten Sieg holen“, unterstreicht Team Captain Thomas Weigel.

Im Stadion am Peterswöhrd, Am Peterswöhrd 12, 94315 Straubing, steht ab 15 Uhr der Vergleich mit den Straubing Spiders an. Die Spiders dürften nach der knappen Niederlage zu Beginn der Saison und einem überaus erfolgreichen Jahr 2017 besonderen Wert darauf legen, im ersten GFL2-Heimspiel nicht nur gut auszusehen sondern auch gut abzuschneiden. Das Unterfangen der Phantoms in Straubing wird entsprechend schwer, zumal der Aufsteiger nur schwer von den Coaches eingeschätzt werden kann.

„Das wird unsere längste Anreise der Saison zu einem Gegner, den wir zudem nur schwer einschätzen können“, gibt Runningbacks Coach Thomas Schreiber entsprechend zu bedenken. „Das, was wir von den Spiders bisher sehen konnten, zeigt uns, dass es auch bei diesem Spiel sehr schwer wird. Ich hoffe, dass alle Spieler an Bord sind und wir wie am Samstag nicht nur ein gutes Spiel abliefern, sondern mit einem erfolgreichen Endergebnis überzeugen können.“

Gegen die Razorbacks, die in diesem Jahr um den Aufstieg in die GFL spielen möchten, lagen die Spiders von Head Coach Martin Dragan in fast allen wichtigen Kategorien vorne; nach sieben Gegenpunkten durch ein Turnover allerdings nicht bei den Punkten. 23 First Downs erzielten die Spinnen – Ravensburg nur 14. Während Straubing 229 Yards am Boden und 189 durch die Luft überbrückte, kamen die Razorbacks nur auf 116 beziehungsweise 175 Yards Raumgewinn. Aber das reichte.

Interessant: Quarterback Mark Wright passte nicht nur über 189 Yards und brachte dabei die Hälfte seiner Pässe an, er erlief mit 168 auch die meisten Yards für sein Team. Ein Touchdown sprang dabei für Wright heraus, der in Simon Schwetz seinen besten Receiver hatte. Fünfmal angespielt überbrückte Schwetz 135 Yards, erzielte zwei Touchdowns und war damit besser als die anderen drei angespielten Receiver Dorfner, Gierl und Scheuerlein – sieben Receptions für 54 Yards – zusammen.

Die Phantoms tun am Sonntag dennoch gut daran, ihre Augen nicht nur auf Wright und Schwetz zu haben, denn wie groß das Potenzial der Spiders ist, ließen die Spinnen bereits aufblitzen.

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